Kleidung ist wertvoll. Sie wurde hergestellt, transportiert, gekauft und getragen. Dafür wurden Rohstoffe, Wasser, Energie und Arbeit eingesetzt. Deshalb sollte gut erhaltene Kleidung nicht im Müll landen.

Der
beste Weg ist:
weniger neu kaufen, Dinge
länger nutzen und gute Kleidung weitergeben.
Genau darum geht:
Textilretter Hamburg: Reduce – Reuse – Recycle.
Reduce
Heißt: bewusster kaufen. Nicht jedes Teil muss neu sein. Oft ist weniger mehr. In unsere Secondhandkaufhäusern findest du gute Kleidung. Der Mix macht`s!
Reuse
Heißt: wiederverwenden. Kleidung, die du nicht mehr trägst, kann für jemand anderen noch ein Lieblingsstück werden. Wenn sie sauber, trocken und gut erhalten ist, gehört sie nicht in den Abfall, sondern in den Kreislauf. Bring gut erhaltene Kleidung in gemeinnützige Secondhandkaufhäuser. Wir freuen uns sehr darüber.
Recycle
Heißt: verwerten, wenn eine direkte Weiterverwendung nicht mehr möglich ist. Recycling ist wichtig. Aber es kommt erst nach der Wiederverwendung. Denn jedes Kleidungsstück, das weitergetragen wird, spart neue Produktion. Aktuell ist der Altkleidermarkt turbulent in Bewegung. Billigproduktion und Fast-Fashion führt nicht nur zu einem hohen Angebot an Kleidung, sondern auch zu sehr einfacher und schlechter Qualität. Diese können wir oft nicht mehr weiternutzen. Deswegen geht diese Kleidung meist in zum Recyclen: Sie werden zu Putzlappen, Dämmmaterial oder z.B. Malerflies.
Ein kurzer Blick in die Zukunft

Auch politisch verändert sich gerade viel. Textilien sollen künftig besser getrennt gesammelt, sortiert und verwertet werden. Hersteller und Händler werden stärker in die Verantwortung genommen. Sie sollen mehr dafür tun, dass Kleidung länger genutzt und am Ende sinnvoll behandelt wird.
Die Regeln für
Textilien ändern sich. Hersteller und Händler werden künftig
stärker dafür verantwortlich, was mit Kleidung nach dem Verkauf
oder bei unverkaufter Ware passiert. Gute Ware soll nicht
vernichtet werden, sondern möglichst lange genutzt werden.
Genau hier setzt Textilretter Hamburg an: Wir schaffen eine
lokale, soziale und gemeinnützige Möglichkeit, gut erhaltene
Kleidung weiterzugeben.
Seit Anfang 2025 gilt die Getrenntsammlungspflicht. Das bedeutet, die Kommunen - Hamburg - muss dafür sorgen, dass die Bürger*innen ihre weiternutzbare (!) Kleidung abgeben kann. Das heißt nicht, dass verdreckte oder kaputte Kleidung in den Altkleidercontainer oder in ein Secondhandkaufhaus muss. Die sollen weiter direkt in den Hausmüll und werden zu wertvoller Energie.
Ab 19. Juli 2026 gibt es dann für die (großen) Hersteller die wichtige Verordnung: Unverkaufte Kleidung und Schuhe darf nicht mehr vernichtet werden. Das sogenannte Vernichtungsverbot gilt ab 2030 auch für mittlere Unternehmen. Hersteller und Inverkehrbringer müssen dafür Sorge tragen, dass diese möglichst genutzt wird.
Aktuell arbeitet die Bundesregierung gerade am sogenannte Textilgesetz. Spätestens im Juni 2027 muss dieses beschlossen sein und im April 2028 in Kraft gesetzt werden: Dieses Gesetz wird regeln, wie die sogenannte Erweiterte Herstellerverantwortung in Deutschland umgesetzt wird. Zukünftig sind die Hersteller verantwortlich für die Produkte, die sie auf dem Markt bringen. Von der Produktion bis zur Entsorgung. Die Fachbegriffe dazu sind: Ökomodulation oder EPR.
Für dich als Konsument heißt das vor allem: Deine Entscheidung zählt. Was du kaufst, wie lange du es nutzt und wohin du es gibst, macht einen Unterschied.
Wenn du gut erhaltene Kleidung an gemeinnützige Secondhandkaufhäuser spendest, passiert gleich mehrfach etwas Gutes: Deine Kleidung bleibt möglichst lokal in Hamburg im Kreislauf. Menschen mit geringem Einkommen bekommen Zugang zu bezahlbarer Kleidung. Gleichzeitig stärkst du soziale Projekte, Arbeitsförderung und Orte der Begegnung in den Stadtteilen.
Noch müssen wir
gemeinnützige Secondhändkaufhäuser für das bezahlen, was wir
nicht direkt verwerten können. Auch wenn wir versuchen auch
dieser Kleidung noch ein zweites Leben, z.B. als Putztücher,
Dämmstoffe, etc. zu geben: Die Abholung und Weitergabe kostet
Geld.
Darum: Bitte
spende nur gute, saubere und tragbare Kleidung. Dinge, die du
selbst noch mit gutem Gefühl weitergeben würdest. So wird aus
deinem aussortierten Kleidungsstück echte
Hilfe.
